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Burma Katze: die Hundekatze mit dem Seidenfell

Katzenrassen · aktualisiert November 2026

Burma Katze mit glänzend braunem Fell und goldgelben Augen auf einem Sessel

Die Burma ist eine mittelgroße, überraschend schwere Kurzhaarkatze mit glänzendem Seidenfell und goldgelben Augen, und eine der menschenbezogensten Rassen überhaupt. Sie folgt dir wie ein Hund und will bei allem dabei sein. Für Menschen, die viel zu Hause sind, ist sie ein Schatz, für lange Arbeitstage mit Einzelkatze ist sie ungeeignet.

Herkunft: alles begann mit Wong Mau

1930 brachte ein Seemann eine braune Katze namens Wong Mau aus Südostasien nach San Francisco. Der Arzt Joseph Thompson verpaarte sie mit einem Siamkater und legte damit den Grundstein für die Burma. Wong Mau war, wie man heute weiß, selbst eine Mischung aus Burma und Siam, heute würde man sie Tonkanese nennen.

Später entwickelte sich die Zucht in den USA und in Europa unterschiedlich weiter. Deshalb gibt es heute zwei Typen: die amerikanische Burma mit rundem Kopf und kürzerer Nase und die europäische Burma, die eleganter ist und einen leicht keilförmigen Kopf hat. In Österreich findest du überwiegend den europäischen Typ.

Aussehen: kompakt, schwer und glänzend

Die Burma ist mittelgroß und muskulös, Halter beschreiben sie oft als Ziegelstein in Seide: Sie wiegt mehr, als sie aussieht. Das kurze, sehr eng anliegende Fell glänzt wie Satin und hat kaum Unterwolle.

Typisch ist die Sepia-Färbung: Der Körper ist etwas heller als Gesicht, Ohren, Beine und Schwanz, aber der Unterschied ist viel weicher als bei der Siamkatze. Die Augen sind groß und gelb bis goldfarben.

  • Farben: Braun (Sable), Blau, Chocolate, Lilac, Rot, Creme und Schildpatt
  • Gewicht meist drei bis sechs Kilogramm
  • amerikanischer Typ runder, europäischer Typ eleganter
  • Kitten werden heller geboren und dunkeln nach

Charakter: ein Hund im Katzenpelz

Die Burma ist extrem anhänglich, neugierig und verspielt bis ins Alter. Sie begrüßt dich an der Tür, schläft unter der Bettdecke, apportiert und lernt Tricks oft schneller als dein Partner die Spülmaschine ausräumt. Fremde werden meist neugierig begrüßt statt gemieden.

Sie redet gern, aber mit einer weicheren Stimme als die Siamkatze. Weil sie so stark auf Menschen fixiert ist, leidet sie unter Einsamkeit. Eine Burma, die oft allein ist, wird schnell unglücklich oder fordernd.

Mit Kindern ist sie meist geduldig und spielfreudig, mit anderen Katzen gesellig. Weil sie gern im Mittelpunkt steht, kann sie gegenüber sehr zurückhaltenden Katzen dominant wirken. Bei der Wahl einer Zweitkatze passt deshalb ein ähnlich aktives, selbstbewusstes Tier am besten.

Haltung und Pflege

Die Burma ist eine sehr gute Wohnungskatze, wenn sie Gesellschaft hat. Bei Berufstätigen ist eine zweite, aktive Katze Pflicht. Kratzbaum, Spielzeug, warme Liegeplätze und tägliche Spielzeit sind Grundausstattung, ein gesicherter Balkon ist ein Plus. Freigang ist wegen ihrer Zutraulichkeit riskant.

Das Fell ist ausgesprochen pflegeleicht: einmal pro Woche mit der Hand oder einem Gummihandschuh drüberstreichen genügt. Achte stärker auf Zähne und Gewicht.

  • Zweitkatze oder viel Zeit zu Hause
  • warme Plätze im Winter, sie hat wenig Unterwolle
  • Klickertraining und Apportierspiele
  • regelmäßige Zahnkontrollen

Gesundheit: diese Erbkrankheiten sind bekannt

Die Burma hat einige gut beschriebene Erbkrankheiten, gegen mehrere gibt es Gentests. Ein seriöser Züchter zeigt dir die Ergebnisse beider Elterntiere. Bei europäischen und australischen Burmas wird außerdem häufiger Diabetes mellitus beobachtet, schlank bleiben ist hier besonders wichtig.

Beim amerikanischen Typ mit sehr kurzer Nase kommen Tränenfluss und Atemprobleme häufiger vor. Zucht auf Merkmale, die Atemnot verursachen, ist in Österreich als Qualzucht verboten.

  • Hypokaliämie (Kaliummangel mit Muskelschwäche): Gentest vorhanden
  • Burmese Head Defect, eine tödliche Kopffehlbildung in amerikanischen Linien: Gentest vorhanden
  • GM2-Gangliosidose, eine seltene Nervenerkrankung: Gentest vorhanden
  • Felines orofaziales Schmerzsyndrom (FOPS): Schmerzen im Maulbereich mit Lecken und Pfoteln
  • Diabetes mellitus, vor allem bei Übergewicht

Für wen ist die Burma Katze geeignet?

Sie passt perfekt zu Menschen im Homeoffice, zu Familien mit Kindern, zu Senioren und zu allen, die eine ganz enge Bindung zu ihrer Katze möchten. Auch Katzenanfänger kommen gut mit ihr zurecht.

Kauf nur bei gemeldeten Züchtern mit Stammbaum und Gentests der Eltern. Lass dir zeigen, wo die Kitten aufwachsen: Bei so menschenbezogenen Katzen ist eine Aufzucht mitten im Familienalltag besonders wichtig.

  • passt: viel Zeit zu Hause, Familien, Senioren
  • passt: wer eine Katze will, die mitmacht und mitredet
  • passt nicht: lange Arbeitstage mit Einzelkatze
  • passt nicht: wer Ruhe und Distanz von der Katze möchte

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen amerikanischer und europäischer Burma?

Die amerikanische Burma ist runder, kompakter und hat eine kürzere Nase. Die europäische Burma ist eleganter, mit leicht keilförmigem Kopf und mehr Farben. Vom Charakter sind beide sehr ähnlich.

Wie alt wird eine Burma Katze?

Burmas werden oft 15 Jahre und älter. Wichtig sind ein normales Gewicht, regelmäßige Zahnpflege und Kontrollen beim Tierarzt, besonders ab dem mittleren Alter.

Ist die Burma dasselbe wie die Heilige Birma?

Nein, das sind zwei völlig verschiedene Rassen. Die Burma ist eine kurzhaarige, kompakte Katze mit goldgelben Augen. Die Heilige Birma ist halblanghaarig, hat blaue Augen und weiße Pfoten.

Für Katzenleit mit Schmäh

Des, wos si dei Katz eh denkt. Als Leiberl, Hoodie oder Pulli.

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