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Burmilla: die silberne Katze mit dem Kajalblick

Katzenrassen · aktualisiert November 2026

Burmilla Katze mit silbernem Fell und grünen, dunkel umrandeten Augen

Die Burmilla ist eine mittelgroße, elegante Katze mit silbrig schimmerndem Fell, grünen Augen und dunkel umrandeten Lidern, als hätte sie Kajal aufgetragen. Sie verbindet die Verspieltheit der Burma mit der Sanftheit der Perser und gilt als freundlich und unkompliziert. Für Familien und Wohnungshaltung ist sie gut geeignet, in Österreich aber eher selten.

Herkunft: ein glücklicher Zufall in England

Die Burmilla entstand 1981 in England durch einen Zufall: Ein silberner Perser-Chinchilla-Kater namens Sanquist begegnete einer lilafarbenen Burmakatze namens Fabergé, die eigentlich auf ihren Burmakater warten sollte. Die Kitten waren so hübsch und charmant, dass daraus eine eigene Rasse wurde.

Der Name setzt sich aus Burma und Chinchilla zusammen. Die Burmilla gehört zur Gruppe der Asian-Katzen und wird von großen Verbänden wie der FIFe anerkannt. Es gibt auch eine halblanghaarige Variante, die je nach Verband als Burmilla Langhaar oder Tiffanie geführt wird.

Aussehen: Silber, Tipping und Lidstrich

Das Fell der Burmilla ist kurz, fein und seidig, mit etwas Unterwolle. Nur die Haarspitzen sind gefärbt, der Rest des Haares ist silberweiß. Fachleute nennen das Tipping oder Shading, je nachdem, wie weit die Farbe nach unten reicht. So entsteht ihr schimmernder Look.

Der Kopf ist leicht gerundet, die Ohren mittelgroß, die Augen groß und grün. Lippen, Nase und Augenlider sind dunkel umrandet, das gibt ihr diesen geschminkten Blick. Der Körper ist mittelgroß und muskulös, aber nicht plump.

  • Grundfarben: Schwarz, Braun, Blau, Chocolate, Lilac, Rot, Creme mit Silber
  • Augen grün, bei Kitten oft noch gelblich
  • Gewicht meist drei bis sechs Kilogramm
  • Halblanghaarvariante mit buschigem Schwanz

Charakter: verspielt, sanft und gesellig

Burmillas gelten als freundlich, ausgeglichen und anhänglich. Von der Burma haben sie die Neugier und Verspieltheit, vom Perser die Ruhe. Sie sind oft bis ins Alter verspielt, aber nicht so fordernd wie eine reine Burma.

Sie lieben die Nähe ihrer Menschen und kommen meist gut mit Kindern und anderen Katzen aus. Fremde werden in der Regel freundlich begrüßt. Allein sein mögen sie nicht besonders, eine zweite Katze tut ihnen gut, wenn du viel arbeitest.

Viele Burmillas haben ein feines Gespür für Stimmungen. Sie kommen zum Kuscheln, wenn du einen schlechten Tag hattest, und ziehen sich zurück, wenn es im Haushalt hektisch wird. Gib ihr einen ruhigen, erhöhten Rückzugsort, von dem aus sie alles im Blick hat.

Haltung und Pflege

Die Burmilla fühlt sich in einer Wohnung mit Kratzbaum, Spielzeug und Fensterplätzen wohl. Ein gesicherter Balkon ist ideal. Tägliche Spielrunden halten sie fit und zufrieden.

Das kurze Fell ist pflegeleicht, einmal pro Woche bürsten reicht. Die Halblanghaarvariante braucht zwei bis drei Bürstenrunden pro Woche. Die hellen Augenränder zeigen Tränenspuren schnell, wisch sie bei Bedarf mit einem feuchten, weichen Tuch ab.

  • wöchentliches Bürsten, Halblanghaar öfter
  • Augen bei Bedarf sanft reinigen
  • Zahnkontrolle beim jährlichen Check
  • Zweitkatze bei langen Arbeitstagen

Gesundheit: Erbe von Perser und Burma

Die Burmilla gilt insgesamt als robuste Rasse. Durch ihre Herkunft kann sie aber Erbkrankheiten beider Ursprungsrassen tragen. Die gute Nachricht: Gegen die wichtigsten gibt es Gentests, und seriöse Züchter nutzen sie konsequent.

Außerdem wird bei der Rasse eine Neigung zu Allergien und Hautproblemen sowie zu Nierenerkrankungen beschrieben. Ein Gesundheitscheck mit Blutbild ab dem mittleren Alter ist deshalb sinnvoll. Wichtig ist auch hier ein moderater Kopftyp ohne extrem kurze Nase.

  • Polyzystische Nierenerkrankung (PKD) aus der Perserlinie: Gentest vorhanden
  • Hypokaliämie aus der Burmalinie: Gentest vorhanden
  • Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM): Herzultraschall der Zuchttiere empfehlenswert
  • Neigung zu Allergien und Hautreizungen

Für wen ist die Burmilla geeignet?

Die Burmilla passt zu Familien, Paaren, Singles mit Zeit und auch zu Katzenanfängern. Sie ist eine gute Wahl, wenn du eine freundliche, verspielte Katze suchst, die nicht ständig Action braucht.

Weil es nur wenige Züchter gibt, musst du eventuell warten oder weiter fahren. Achte auf eine gemeldete Zucht mit Stammbaum, PKD- und Hypokaliämie-Tests der Eltern und Kitten ab zwölf Wochen.

  • passt: Familien, Anfänger, Wohnungshaltung
  • passt: Mehrkatzenhaushalte
  • passt nicht: wer eine sehr unabhängige Katze möchte
  • passt nicht: lange Abwesenheiten mit Einzelkatze

Häufige Fragen

Ist die Burmilla eine Mischlingskatze?

Sie ist aus einer Kreuzung entstanden, ist heute aber eine eigenständige, anerkannte Rasse mit eigenem Standard und Stammbaum. Das gilt für viele Rassen, die ursprünglich aus Kreuzungen hervorgingen.

Wie alt wird eine Burmilla?

Meist zwischen 12 und 16 Jahren. Gesundheitstests der Eltern und regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt verbessern die Chancen auf ein langes, gesundes Leben.

Haart die Burmilla stark?

Die Kurzhaarvariante haart wenig bis mäßig, im Fellwechsel etwas mehr. Regelmäßiges Bürsten mit einem weichen Handschuh hält die Haare im Griff.

Für Katzenleit mit Schmäh

Des, wos si dei Katz eh denkt. Als Leiberl, Hoodie oder Pulli.

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