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Cornish Rex: die Lockenkatze mit dem Windhund-Körper

Katzenrassen · aktualisiert November 2026

Cornish Rex Katze mit gewelltem Fell und großen Ohren auf einer warmen Decke

Die Cornish Rex ist eine schlanke, hochbeinige Katze mit kurzem, gewelltem Fell, das sich anfühlt wie Samt. Sie ist verspielt, menschenbezogen und sehr aktiv, friert aber leicht und braucht eine besondere Haut- und Fellpflege. Sie passt zu Menschen, die viel zu Hause sind und Wärme, Spiel und Nähe bieten können.

Herkunft: ein Lockenkater aus Cornwall

1950 kam auf einem Bauernhof in Cornwall, im Südwesten Englands, ein Kater mit lockigem Fell zur Welt. Er hieß Kallibunker und wurde zum Stammvater der Rasse. Die Locken entstehen durch eine rezessiv vererbte Genmutation, beide Elterntiere müssen das Gen also tragen.

Mit der Devon Rex, die zehn Jahre später ganz in der Nähe entdeckt wurde, ist sie trotz ähnlichem Namen nicht eng verwandt. Die beiden Locken-Gene sind verschieden, und eine Verpaarung von Cornish und Devon ergibt glatthaarige Kitten.

Aussehen: Wellen statt Deckhaar

Normales Katzenfell besteht aus gröberem Deckhaar und weicher Unterwolle. Der Cornish Rex fehlt das gröbere Deckhaar, ihr Fell besteht vor allem aus feinen, gewellten Wollhaaren, die in gleichmäßigen Wellen über den Körper laufen. Es fühlt sich weich und warm an, fast wie Samt oder Astrachan.

Der Körper ist schlank, mit gewölbtem Rücken, eingezogener Taille und langen, feinen Beinen, ähnlich einem Windhund. Der Kopf ist eiförmig, mit großen, hoch angesetzten Ohren und einer römischen Nase. Auch die Schnurrhaare sind gewellt und oft kurz.

  • alle Farben und Muster erlaubt
  • Gewicht meist 2,5 bis 4,5 Kilogramm
  • Fell ohne Deckhaar, deshalb sehr kurz und weich
  • große Ohren und ovale Augen

Charakter: Clown mit Dauerakku

Cornish Rex sind aktiv, verspielt und bleiben das oft bis ins hohe Alter. Sie klettern, springen, apportieren und spielen Fangen, gern auch mit deinen Haaren oder deinem Kugelschreiber. Gleichzeitig sind sie sehr menschenbezogen und lieben Körperkontakt, vor allem unter der warmen Bettdecke.

Sie sind gesellig und kommen meist gut mit Kindern, anderen Katzen und katzenfreundlichen Hunden aus. Allein bleiben sie ungern. Gib ihr eine Aufgabe, sonst sucht sie sich eine, vom Kühlschrank bis zum Kleiderkasten.

Viele Cornish Rex lernen erstaunlich schnell: Apportieren, Pfote geben oder durch einen Reifen springen klappt mit Klickertraining oft in wenigen Tagen. Kurze Trainingseinheiten von fünf Minuten am Tag lasten ihren Kopf aus und stärken die Bindung.

Haltung und Pflege: Wärme und sanfte Hautpflege

Weil das schützende Deckhaar fehlt, friert die Cornish Rex schneller. Wärmekissen, Heizungsliegen, Kuschelhöhlen und zugfreie Plätze sind wichtig, besonders im Winter. Freigang in der kalten Jahreszeit und lange Sonnenbäder ohne Schatten sind keine gute Idee, helle Tiere können Sonnenbrand bekommen.

Das Fell braucht kaum Bürsten, kräftiges Bürsten schadet den Locken sogar. Streich lieber mit der Hand oder einem weichen Tuch darüber. Die Haut kann fettiger sein, Ohren und Krallenbetten sammeln mehr Talg. Kontrolliere sie wöchentlich und reinige sie sanft, wenn nötig.

  • warme, zugfreie Liegeplätze und Kuschelhöhlen
  • Fell nur mit der Hand oder weichem Tuch pflegen
  • Ohren und Krallenbetten wöchentlich prüfen
  • Futtermenge an den höheren Energiebedarf anpassen, aber Gewicht kontrollieren

Gesundheit: robust, aber nicht ohne Themen

Die Cornish Rex gilt als vergleichsweise robust. Wie bei vielen Rassen kommt die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) vor, ein Herzultraschall der Zuchttiere ist sinnvoll. Bekannt sind außerdem Neigungen zu Hautproblemen, Hefepilz-Infektionen der Ohren und Haut sowie in einzelnen Linien eine verstärkte Haarlosigkeit (Hypotrichose).

Ehrlich angesprochen werden müssen die Tasthaare. Bei Rex-Katzen sind die Schnurrhaare oft gekräuselt, verkürzt oder brüchig. Fehlende oder stark verkümmerte Tasthaare werden in Österreich und Deutschland tierschutzrechtlich als problematisch eingestuft, weil Katzen sie zur Orientierung brauchen. Frag den Züchter gezielt nach den Tasthaaren der Eltern und wähle Linien mit gut ausgebildeten Schnurrhaaren.

Für wen ist die Cornish Rex geeignet?

Sie passt zu aktiven Menschen im Homeoffice, zu Familien und zu Mehrkatzenhaushalten, die Wärme und viel Spiel bieten. Wer gern kuschelt und eine verspielte, witzige Katze sucht, wird sie lieben.

Kauf nur bei gemeldeten Züchtern mit Stammbaum, Herzbefunden und gut ausgebildeten Tasthaaren bei den Eltern. Kitten sollten frühestens mit zwölf Wochen ausziehen.

  • passt: viel Zeit zu Hause, aktive Haushalte, Familien
  • passt: Menschen, die Wärme und Körperkontakt bieten
  • passt nicht: Allergiker, die Rasse ist nicht hypoallergen
  • passt nicht: kalte, zugige Wohnungen und lange Abwesenheiten

Häufige Fragen

Ist die Cornish Rex für Allergiker geeignet?

Nein, nicht verlässlich. Das Hauptallergen steckt im Speichel und in Hautschüppchen. Manche Allergiker reagieren weniger stark, viele aber genauso. Teste vorher mehrmals den Kontakt mit der konkreten Katze.

Haart die Cornish Rex?

Wenig, weil das Fell sehr kurz ist und keine Deckhaare hat. Ganz ohne Haare auf dem Sofa geht es aber nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Cornish Rex und Devon Rex?

Die Cornish Rex ist hochbeiniger und schlanker, mit eiförmigem Kopf und gleichmäßigen Wellen im Fell. Die Devon Rex hat einen kürzeren, kompakteren Körper, riesige, tief sitzende Ohren und ein lockereres, unregelmäßiges Lockenfell.

Für Katzenleit mit Schmäh

Des, wos si dei Katz eh denkt. Als Leiberl, Hoodie oder Pulli.

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