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Katze erkältet: So pflegst du sie zu Hause gesund

Gesundheit · aktualisiert November 2026

Erkältete Katze kuschelt sich in eine warme Decke auf dem Sofa

Eine leichte Erkältung mit etwas Niesen und klarem Nasenausfluss heilt bei einer sonst gesunden, geimpften Katze meist innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Du kannst ihr zu Hause viel Gutes tun: Wärme, Ruhe, angewärmtes Futter und feuchte Luft. Frisst sie aber nicht mehr, hat sie Fieber, eitrigen Ausfluss oder verklebte Augen, steckt mehr dahinter und sie gehört zum Tierarzt.

Gibt es bei Katzen überhaupt eine Erkältung?

Im Alltag sagen wir "erkältet", wenn die Katze schnieft und niest. Medizinisch steckt dahinter fast immer ein Infekt der oberen Atemwege, meist ausgelöst durch dieselben Viren und Bakterien, die auch den Katzenschnupfen verursachen. Bei geimpften, erwachsenen Katzen verläuft so ein Infekt oft mild.

Mit unserem menschlichen Schnupfen hat das nichts zu tun. Die üblichen Erkältungsviren von Menschen springen nicht auf Katzen über, und umgekehrt. Du musst also nicht auf Abstand gehen, wenn du selbst verkühlt bist, Händewaschen schadet aber nie.

Zugluft, Regen, Kälte: Was ist dran?

Kälte oder ein offenes Fenster allein machen eine Katze nicht krank, ohne Erreger gibt es keinen Infekt. Allerdings schwächen Stress, Kälte und Nässe die Abwehr. Ein Erreger, der schon im Körper schlummert, kann dann leichter zuschlagen.

Das betrifft vor allem das Herpesvirus: Viele Katzen tragen es nach einer früheren Infektion lebenslang in sich. Nach einem Umzug, einem Aufenthalt in der Tierpension oder einer anderen Krankheit flammt es gern wieder auf. Deshalb sind manche Katzen gefühlt jeden Winter "verkühlt".

Typische Symptome einer Erkältung

Eine leichte Erkältung beginnt meist mit Niesen und klarem, wässrigem Nasenausfluss. Manche Katzen haben auch leicht tränende Augen und sind ein paar Tage etwas ruhiger als sonst. Solange sie frisst, trinkt und neugierig bleibt, ist der Verlauf mild.

Wird der Ausfluss dick, gelb oder grün, verkleben die Augen oder steigt die Temperatur, ist eine bakterielle Infektion dazugekommen oder der Infekt verläuft stärker. Dann ist es keine Erkältung zum Auskurieren mehr, sondern ein Fall für die Praxis.

  • Niesen und Schniefen
  • klarer Nasenausfluss
  • leicht tränende Augen
  • etwas mehr Schlafbedürfnis
  • vorübergehend weniger Appetit

So pflegst du deine erkältete Katze zu Hause

Das Wichtigste ist, dass deine Katze weiter frisst. Katzen wählen ihr Futter nach dem Geruch, und mit verstopfter Nase riecht alles fad. Wärme das Nassfutter leicht auf Körpertemperatur an, dann duftet es stärker. Kräftig riechende Sorten mit Fisch oder Huhn werden oft lieber angenommen.

Feuchte Luft tut den Schleimhäuten gut. Ein einfacher Trick: Lass im Badezimmer die heiße Dusche laufen und setz dich mit deiner Katze ein paar Minuten in den warmen Dampf, natürlich nicht in die Dusche selbst. Verwende dabei keine ätherischen Öle, Kamille oder Salben aus der Apotheke für Menschen, viele davon sind für Katzen reizend oder giftig.

  • einen warmen, zugfreien Schlafplatz anbieten, etwa eine Decke auf dem Sofa
  • Nase und Augen sanft mit einem weichen, mit lauwarmem Wasser angefeuchteten Tuch säubern
  • frisches Wasser in Reichweite stellen, gern einen Trinkbrunnen
  • Freigänger ein paar Tage drinnen lassen
  • andere Katzen im Haushalt mit getrennten Näpfen versorgen

Wann aus der Erkältung mehr wird

Eine Erkältung sollte sich nach einigen Tagen bessern. Bleibt sie gleich oder wird sie schlimmer, ist das ein Signal. Besonders bei Kitten, alten Katzen, ungeimpften Tieren und chronisch kranken Katzen kann sich ein harmloser Infekt zum ausgewachsenen Katzenschnupfen entwickeln, mit Fieber, Geschwüren im Maul und schweren Augenentzündungen.

Ein klares Warnsignal ist, wenn deine Katze nicht mehr frisst. Katzen dürfen nicht lange hungern, und die verstopfte Nase ist oft der Grund. Die Tierarztpraxis kann mit gezielter Behandlung, etwa gegen eine bakterielle Folgeinfektion, schnell Erleichterung bringen.

So stärkst du die Abwehr deiner Katze

Die beste Vorsorge ist der vollständige Impfschutz gegen Katzenschnupfen. Er verhindert zwar nicht jede Ansteckung, sorgt aber dafür, dass ein Infekt meist mild bleibt. Frag deine Tierarztpraxis, wann die nächste Auffrischung fällig ist.

Daneben helfen ein ruhiger Alltag, genug Rückzugsorte und eine ausgewogene Ernährung. Wenn du weißt, dass deine Katze bei Stress zu Schnupfen neigt, plane Umzüge, Urlaubsbetreuung oder neue Mitbewohner mit etwas mehr Ruhe ein.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Erkältung bei Katzen?

Ein leichter Infekt dauert meist ein bis zwei Wochen. Nach den ersten Tagen sollte eine Besserung zu sehen sein. Dauert es länger oder wird es schlimmer, lass deine Katze untersuchen.

Kann sich meine Katze bei mir anstecken, wenn ich erkältet bin?

Gewöhnliche Erkältungsviren von Menschen sind für Katzen nicht ansteckend. Es gibt nur sehr wenige Erreger, die zwischen Menschen und Katzen übertragen werden können. Wenn du krank bist, darfst du also weiter kuscheln, Händewaschen ist trotzdem eine gute Idee.

Ist eine erkältete Katze für andere Katzen ansteckend?

Ja. Die Erreger werden über Niesen, gemeinsame Näpfe und Schlafplätze übertragen. Trenne die erkältete Katze wenn möglich für einige Tage und verwende eigene Näpfe.

Darf eine erkältete Katze nach draußen?

Lieber nicht. Kälte und Nässe schwächen die Abwehr zusätzlich, und sie kann andere Katzen in der Nachbarschaft anstecken. Ein paar Tage Hausarrest mit extra Kuschelzeit sind die bessere Wahl.

Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Wenn du unsicher bist, ruf deine Tierarztpraxis an.

Für Katzenleit mit Schmäh

Des, wos si dei Katz eh denkt. Als Leiberl, Hoodie oder Pulli.

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