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Katze schwanger: Anzeichen, Dauer der Trächtigkeit und Geburt

Gesundheit · aktualisiert November 2026

Katze schwanger: eine trächtige Katze liegt in ihrer Wurfkiste

Eine Trächtigkeit dauert bei Katzen ca. 63 bis 67 Tage, also rund neun Wochen. Erste sichere Anzeichen siehst du meistens ab der dritten Woche: Die Zitzen werden rosig und größer. Sicherheit gibt dir der Tierarzt per Ultraschall, und der Besuch lohnt sich ohnehin, um die werdende Mutter gut zu begleiten.

Woran erkennst du, dass deine Katze schwanger ist?

In den ersten zwei Wochen merkst du meistens gar nichts. Wenn deine Katze rollig war und Kontakt zu einem unkastrierten Kater hatte, ist das schon ein starker Hinweis. Manchmal hört die Rolligkeit einfach plötzlich auf.

Ab der dritten Woche werden die Zitzen rosiger und treten deutlicher hervor. Ab der fünften Woche wird der Bauch langsam runder, und die Katze frisst spürbar mehr. Viele werden in dieser Zeit auch besonders verschmust.

  • Rolligkeit bleibt aus
  • rosige, vergrößerte Zitzen ab ca. der dritten Woche
  • runder Bauch ab ca. der fünften Woche
  • mehr Appetit und Gewichtszunahme
  • Nestsuche in der letzten Woche

Trächtigkeit beim Tierarzt bestätigen lassen

Per Ultraschall lässt sich eine Trächtigkeit meistens ab ca. der dritten Woche sicher feststellen. Gegen Ende kann ein Röntgenbild zeigen, wie viele Kitten unterwegs sind, weil dann die Knochen sichtbar sind. Das hilft dir bei der Geburt: Du weißt, wann alle da sind.

Bei diesem Termin bespricht die Praxis auch Entwurmung, Futter und was du bei der Geburt beachten solltest. Medikamente und Wurmkuren gibt es in der Trächtigkeit nur nach Rücksprache, viele Mittel sind dann nicht geeignet.

Ungewollt schwanger: was jetzt?

Die Katze war nur kurz draußen, und jetzt wird der Bauch rund? Das passiert öfter, als man denkt, und ist kein Grund für Selbstvorwürfe. Wichtig ist, jetzt rasch mit dem Tierarzt zu sprechen.

Je nach Stadium ist eine Kastration während der Trächtigkeit möglich. Das ist eine schwierige Entscheidung, die du gemeinsam mit deiner Tierärztin triffst. Entscheidest du dich für den Wurf, plane früh, wer die Kitten später aufnimmt. Nach der Geburt solltest du die Mutter kastrieren lassen, denn in Österreich gilt für Freigänger eine Kastrationspflicht, außer bei gemeldeten Zuchtkatzen.

Was die werdende Mutter jetzt braucht

Ab der zweiten Hälfte der Trächtigkeit braucht deine Katze deutlich mehr Energie. Viele Tierärzte empfehlen, dann auf hochwertiges Kittenfutter umzustellen und mehrere kleine Mahlzeiten anzubieten. Frisches Wasser sollte immer bereitstehen.

Ansonsten gilt: Alltag wie gewohnt, aber ohne Stress. Kein Umzug, keine neue Katze im Haushalt, keine wilden Spiele mit kleinen Kindern. Freigängerinnen bleiben gegen Ende besser drinnen, damit sie ihre Kitten nicht irgendwo im Schuppen bekommen.

Die Wurfkiste vorbereiten

Rund zwei Wochen vor dem Termin ist ein guter Zeitpunkt für die Wurfkiste. Ein großer Karton oder eine Kiste mit hohem Rand reicht völlig. Polstere sie mit Handtüchern oder alten Decken, die du leicht wechseln kannst.

Stell die Kiste an einen ruhigen, warmen und zugfreien Ort, etwa ins Schlafzimmer oder in einen wenig genutzten Raum. Manche Katzen suchen sich trotzdem lieber den Kleiderkasten aus. Lass sie, solange der Platz sicher ist.

Die Geburt: so läuft sie meistens ab

Kurz vor der Geburt wird deine Katze unruhig, putzt sich viel, hechelt manchmal und sucht ihr Nest auf. Die meisten Katzen bringen ihre Kitten ohne Hilfe zur Welt. Bleib ruhig in der Nähe, aber halte Abstand und störe nicht.

Zwischen den Kitten liegen oft 10 Minuten bis eine Stunde, manchmal auch länger, solange die Katze entspannt wirkt und säugt. Jedes Kitten wird von der Mutter aus der Fruchthülle befreit und abgeleckt. Notiere dir, wie viele Kitten und Nachgeburten kommen, und halte die Nummer des Tiernotdienstes bereit, falls die Geburt an einem Wochenende oder in der Nacht beginnt.

Nach der Geburt: die ersten Tage

Jetzt übernimmt die Mutter fast alles. Sie säugt, wärmt und putzt ihre Kitten und regt durch das Ablecken auch deren Verdauung an. Deine Aufgabe: Ruhe, Futter, Wasser und ein sauberes Katzenklo direkt in der Nähe der Wurfkiste. Wechsle die Unterlage vorsichtig, wenn die Mutter gerade frisst.

Schau einmal täglich, ob alle Kitten trinken und kräftig wirken. Ein Kitten, das abseits liegt, kalt ist oder ständig schreit, braucht Hilfe. Rufe dann die Tierarztpraxis an.

Häufige Fragen

Wie viele Kitten bekommt eine Katze?

Meistens sind es drei bis fünf Kitten, es können aber auch nur eines oder deutlich mehr sein. Junge Katzen beim ersten Wurf haben oft etwas weniger Junge.

Kann eine Katze von mehreren Katern trächtig sein?

Ja. Weil Katzen während einer Rolligkeit mehrmals gedeckt werden können, können die Kitten eines Wurfs unterschiedliche Väter haben. Deshalb sehen Geschwister manchmal sehr verschieden aus.

Ab wann sieht man, dass eine Katze schwanger ist?

Die Zitzen verändern sich ab ca. der dritten Woche, der Bauch wird ab ca. der fünften Woche sichtbar runder. Bei schlanken Katzen fällt es früher auf, bei kräftigen später.

Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Wenn du unsicher bist, ruf deine Tierarztpraxis an.

Für Katzenleit mit Schmäh

Des, wos si dei Katz eh denkt. Als Leiberl, Hoodie oder Pulli.

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