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Katzenrassen: Die beliebtesten Rassen im Überblick, mit Charakter und Eigenheiten

Katzenrassen · aktualisiert November 2026

Katzenrassen im Überblick: Britisch Kurzhaar, Maine Coon, Siamkatze und Perser auf einem Sofa

Je nach Verband gibt es etwa 40 bis über 70 anerkannte Katzenrassen. Sie unterscheiden sich vor allem in Fell, Körperbau und Temperament: von der gemütlichen Britisch Kurzhaar über die sanfte Ragdoll bis zur quirligen Bengal. Der größte Teil der Katzen in österreichischen Haushalten sind aber gar keine Rassekatzen, sondern Hauskatzen, und die sind genauso liebenswert.

Herkunft: Wie Katzenrassen entstanden sind

Die meisten Katzenrassen sind jung. Erst im späten 19. Jahrhundert begannen Liebhaber in England, Katzen gezielt nach Aussehen zu züchten und auf Ausstellungen zu zeigen. Manche Rassen gehen auf natürliche Landrassen zurück, etwa die Norwegische Waldkatze, die Maine Coon oder die Siamkatze. Andere sind gezielte Neuzüchtungen, wie die Bengal oder die Ragdoll.

Welche Rassen anerkannt sind, legen Dachverbände wie FIFe, WCF, TICA oder CFA fest. Deshalb ist eine Rasse bei einem Verband anerkannt, beim anderen nicht, und auch die Rassestandards unterscheiden sich im Detail.

Aussehen: die vier großen Gruppen

Grob lassen sich Katzenrassen nach Fell und Körperbau einteilen. Das hilft beim ersten Überblick, auch wenn es innerhalb jeder Gruppe große Unterschiede gibt.

  • Kurzhaar: z. B. Britisch Kurzhaar, Kartäuser, Europäisch Kurzhaar, Bengal, Russisch Blau
  • Halblanghaar: z. B. Maine Coon, Norwegische Waldkatze, Ragdoll, Heilige Birma, Sibirische Katze
  • Langhaar: vor allem die Perserkatze und ihre Farbvarianten
  • Orientalen und Rex-Katzen: z. B. Siamkatze, Orientalisch Kurzhaar, Devon Rex, Cornish Rex
  • Sonderformen: Nacktkatzen wie die Sphynx

Charakter: ruhig, verschmust oder voller Energie?

Rassen bringen Tendenzen mit, aber jede Katze ist ein eigener Charakter. Als eher ruhig und gelassen gelten die Britisch Kurzhaar, die Perserkatze und die Ragdoll. Sie mögen feste Abläufe und ein gemütliches Sofa.

Sehr aktiv, neugierig und oft gesprächig sind die Siamkatze, die Bengal, die Abessinier und die Rex-Katzen. Sie wollen beschäftigt werden, lernen Tricks und folgen dir gern durch die Wohnung. Dazwischen liegen sanfte Riesen wie Maine Coon und Norwegische Waldkatze: freundlich, verspielt, aber selten aufdringlich.

Haltung und Pflege: was Rassen unterscheidet

Der größte Unterschied im Alltag ist die Fellpflege. Perserkatzen müssen täglich gekämmt werden, sonst verfilzt das Fell. Halblanghaarrassen brauchen vor allem im Fellwechsel Hilfe. Kurzhaarkatzen sind pflegeleicht, Nacktkatzen brauchen dafür Hautpflege und eine warme Wohnung.

Aktive Rassen brauchen viel Platz zum Klettern, tägliche Spielzeit und am besten einen gesicherten Balkon. Große Rassen wie die Maine Coon brauchen stabile, große Kratzbäume und größere Katzenklos.

Gesundheit: typische Erbkrankheiten

Viele Rassen haben bekannte erbliche Schwachstellen. Seriöse Züchter lassen ihre Elterntiere darauf testen, frag immer nach den Befunden. Hauskatzen sind nicht automatisch gesünder, haben aber durch die größere genetische Vielfalt seltener rassetypische Erbleiden.

  • HCM (Herzmuskelverdickung): u. a. Maine Coon, Ragdoll, Britisch Kurzhaar, Sphynx
  • PKD (Zystennieren): Perser, Exotic Shorthair und verwandte Rassen
  • Atem- und Augenprobleme bei sehr kurzen Nasen (Perser, Exotic)
  • Hüftdysplasie und SMA bei großen Rassen wie der Maine Coon
  • PK-Defizienz (Blutarmut): u. a. Abessinier und Somali
  • Knorpelschäden bei Faltohrkatzen (Scottish Fold), deshalb als Qualzucht kritisiert

Für wen welche Rasse geeignet ist

Für ruhige Haushalte und Berufstätige passen eher gelassene Rassen, am besten zu zweit. Familien mit Kindern kommen gut mit robusten, freundlichen Rassen wie Maine Coon, Norwegischer Waldkatze oder Britisch Kurzhaar zurecht. Aktive Menschen, die eine Katze mit Hundecharakter suchen, werden mit Bengal, Siam oder Devon Rex glücklich.

Nicht geeignet sind anspruchsvolle Rassen für Menschen, die wenig Zeit haben oder die Fellpflege scheuen. Und für viele Menschen ist die beste Rasse ohnehin: die freundliche Hauskatze aus dem Tierheim.

Wenn du unsicher bist, besuch eine Katzenausstellung. Dort siehst du viele Rassen an einem Tag und kannst mit Züchterinnen über Alltag, Pflege und Gesundheit reden, ganz ohne Kaufdruck.

Häufige Fragen

Welche Katzenrasse ist die beliebteste?

In Österreich und Deutschland gehören Britisch Kurzhaar, Maine Coon, Ragdoll, Perser und Bengal seit Jahren zu den beliebtesten Rassen. Die häufigste Katze im Haushalt ist aber die Hauskatze ohne Rasse.

Welche Katzenrasse ist am ruhigsten?

Als besonders ruhig gelten Perserkatze, Britisch Kurzhaar und Ragdoll. Sie sind eher gemütlich und wenig fordernd. Trotzdem brauchen auch sie Spiel und Beschäftigung.

Welche Katzenrasse ist am verschmustesten?

Ragdoll, Heilige Birma und viele Rex-Katzen gelten als besonders menschenbezogen und verschmust. Letztlich entscheidet aber der einzelne Charakter. Im Tierheim kann man dir sagen, welche Katze gern kuschelt.

Wie erkenne ich, welche Rasse meine Katze ist?

Sicher bestimmen lässt sich die Rasse nur über einen Stammbaum. Ohne Papiere kannst du höchstens sagen, dass eine Katze einer Rasse ähnlich sieht. Gentests für Katzen geben Hinweise, sind aber kein Abstammungsnachweis.

Für Katzenleit mit Schmäh

Des, wos si dei Katz eh denkt. Als Leiberl, Hoodie oder Pulli.

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