Korat Katze: Die silberblaue Glückskatze aus Thailand
Katzenrassen · aktualisiert November 2026
Die Korat ist eine mittelgroße, überraschend schwere Katze mit silbrig schimmerndem blauem Fell, herzförmigem Kopf und großen, leuchtend grünen Augen. Sie bindet sich sehr eng an ihre Menschen, ist verspielt und klug, mag aber Ruhe und keinen Trubel. In Thailand gilt sie seit Jahrhunderten als Glücksbringerin.
Herkunft: das Hochzeitsgeschenk aus Thailand
Die Korat gehört zu den alten Katzenrassen Thailands und wird bereits im Tamra Maew beschrieben, einer historischen Sammlung von Katzengedichten. Benannt ist sie nach der Provinz Nakhon Ratchasima, die umgangssprachlich Korat heißt. In Thailand nennt man sie auch Si-Sawat, was sich auf ihre besondere Farbe bezieht.
Ein Korat-Pärchen galt als Glücksbringer und wurde traditionell Brautpaaren geschenkt, als Wunsch für Wohlstand und eine gute Ehe. In die USA kamen die ersten anerkannten Zuchttiere um 1960. Die Rasse ist bis heute selten, in Österreich gibt es nur wenige Zuchten.
Aussehen: Herzgesicht und Silberglanz
Von vorne betrachtet hat der Kopf einer Korat die Form eines Herzens. Darin sitzen auffallend große, runde, leuchtend grüne Augen. Bei Kitten sind sie zuerst bernsteinfarben, das endgültige Grün entwickelt sich oft erst über zwei bis vier Jahre.
Das Fell ist kurz, fein und eng anliegend, ohne Unterwolle. Die Haare sind blau mit silbernen Spitzen, deshalb scheint die Katze im Licht zu schimmern. Der Körper ist mittelgroß, muskulös und schwerer, als er aussieht. Die Korat gibt es nach den meisten Standards nur in dieser einen Farbe.
- Gewicht: ca. 3 bis 5 kg, Kater teils etwas mehr
- Fell: kurz, einlagig, silberblau
- Augen: groß, rund, grün (bei Kitten bernstein)
- Kopf: herzförmig, Ohren groß mit abgerundeten Spitzen
Charakter: treu, klug und ein bisschen eifersüchtig
Eine Korat sucht sich ihre Menschen sehr genau aus und hängt dann innig an ihnen. Sie ist verspielt, aufmerksam und lernt schnell, etwa Apportieren oder wie man Schubladen öffnet. Viele mögen es, wenn sie mit ihrem Menschen Rituale haben, zum Beispiel ein abendliches Spiel zur gleichen Zeit.
Laute, hektische Umgebungen mag sie weniger. Fremden gegenüber ist sie oft erst einmal vorsichtig. Mit anderen Katzen kann sie sich gut verstehen, will aber gern die Chefin sein und teilt ihren Lieblingsmenschen nicht immer gern.
Haltung und Pflege: wenig Aufwand, viel Zuwendung
Das einlagige Fell ist sehr pflegeleicht. Einmal pro Woche mit der Hand oder einem weichen Handschuh drüberstreichen genügt meistens. Wichtiger sind feste Spielzeiten, Kletterplätze und ruhige Rückzugsorte.
Als Wohnungskatze ist die Korat gut geeignet, wenn ihr Alltag ruhig und verlässlich ist. Eine zweite Katze ist sinnvoll, wenn du viel unterwegs bist. Wähle sie mit Bedacht, idealerweise eine ebenfalls verträgliche, nicht zu dominante Katze.
- wöchentlich mit Handschuh oder weicher Bürste pflegen
- tägliche Spielrituale zu festen Zeiten
- Rückzugsorte fernab von Lärm
- Partnerkatze sorgfältig auswählen
Gesundheit: zwei seltene Erbkrankheiten im Blick
Die Korat gilt insgesamt als robuste und langlebige Rasse. Bekannt sind bei ihr aber zwei seltene, schwere Stoffwechselerkrankungen des Nervensystems: die Gangliosidosen GM1 und GM2. Betroffene Kitten entwickeln schon in den ersten Lebensmonaten Bewegungsstörungen, die nicht heilbar sind.
Beide Erkrankungen werden rezessiv vererbt und lassen sich per Gentest nachweisen. Seriöse Züchterinnen testen ihre Zuchttiere und verpaaren keine zwei Träger miteinander. Lass dir die Testergebnisse beider Elterntiere zeigen, das ist bei der Korat ein echtes Qualitätsmerkmal.
Wenn du bei einem jungen Kätzchen Zittern, einen unsicheren, schwankenden Gang oder Koordinationsprobleme bemerkst, lass es sofort tierärztlich untersuchen. Solche Anzeichen können viele Ursachen haben, bei der Korat sollten die Gangliosidosen aber immer mit bedacht werden.
Für wen ist die Korat Katze geeignet?
Die Korat passt zu Menschen mit ruhigem, beständigem Alltag, die eine enge Bindung zu ihrer Katze suchen: Paare, Alleinlebende mit Homeoffice oder Familien mit älteren, rücksichtsvollen Kindern. Auch Anfänger kommen gut mit ihr zurecht.
Weniger geeignet ist sie für sehr laute, wuselige Haushalte mit vielen Besuchern oder für Menschen, die ständig auf Reisen sind. Auch wer gleich mehrere sehr dominante Katzen hält, sollte genau überlegen, ob die Korat dort ihren Platz findet.
Häufige Fragen
Wann bekommt eine Korat grüne Augen?
Korat-Kitten haben zunächst bernsteinfarbene Augen. Das Grün entwickelt sich langsam und ist oft erst mit zwei bis vier Jahren voll ausgeprägt.
Was ist der Unterschied zwischen Korat und Russisch Blau?
Beide sind blau mit grünen Augen. Die Korat hat aber einen herzförmigen Kopf, einlagiges Fell mit Silberspitzen und einen kompakteren Körper. Die Russisch Blau hat ein dichtes, doppeltes Plüschfell und einen schmaleren, keilförmigen Kopf.
Wie alt werden Korat Katzen?
Korats gelten als langlebig und erreichen bei guter Haltung oft 15 Jahre und mehr. Regelmäßige Vorsorge beim Tierarzt hilft dabei.