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Pixiebob: die Katze mit Luchs-Look und Stummelschwanz

Katzenrassen · aktualisiert November 2026

Pixiebob Katze mit Stummelschwanz und getupftem Fell steht im Wohnzimmer

Die Pixiebob ist eine kräftige, getupfte Katze mit Stummelschwanz und oft mehr Zehen, die wie ein kleiner Luchs aussieht. Trotz aller Legenden ist sie eine reine Hauskatze ohne Wildtierblut. Sie gilt als ruhig, sehr menschenbezogen und fast hundeähnlich, ist in Europa aber selten.

Herkunft: die Legende vom Rotluchs

Die Pixiebob stammt aus dem Nordwesten der USA. In den 1980er-Jahren begann die Züchterin Carol Ann Brewer mit Katzen, die angeblich aus Verpaarungen von Hauskatzen und wilden Rotluchsen (Bobcats) stammten. Ihre Stammkatze hieß Pixie und gab der Rasse ihren Namen.

Genetische Untersuchungen haben bei Pixiebobs kein Rotluchs-Erbgut gefunden. Die Rasse ist also eine Hauskatze, die einem Luchs nur ähnlich sieht. Das ist eine gute Nachricht: Es gibt keine rechtlichen Fragen wie bei echten Wildtier-Hybriden.

Aussehen: kurzer Schwanz, große Pfoten

Pixiebobs sind mittelgroß bis groß und muskulös, Kater erreichen oft 5 bis 8 kg. Typisch sind der kurze Schwanz, ein breites Gesicht mit kräftigem Kinn, buschige Backenbärte, tief liegende Augen und oft Luchspinsel an den Ohren. Sie entwickeln sich langsam und sind erst mit etwa drei bis vier Jahren ausgewachsen.

Viele Pixiebobs sind polydaktyl, haben also Extrazehen. Das ist im Standard ausdrücklich erlaubt.

  • Fell: braun getupft (Brown Spotted Tabby) mit hellem Bauch, kurz oder halblang
  • Schwanz: meist 5 bis 15 cm, gelegentlich auch länger
  • Augen: goldbraun bis stachelbeergrün
  • bis zu sieben Zehen pro Pfote sind im Standard zulässig

Charakter: ein Hund im Katzenpelz

Pixiebobs werden oft als hundeähnlich beschrieben. Viele bringen Spielzeug zurück, gehen gern am Geschirr und hängen sehr an ihrer Familie. Sie miauen eher wenig und verständigen sich mit Zwitschern und Gurren. Mit Kindern und gut sozialisierten Hunden kommen sie meist gut zurecht.

Sie sind intelligent und brauchen Beschäftigung, wirken aber insgesamt ausgeglichener als viele andere aktive Rassen. Allein bleiben sie nicht gern, eine zweite Katze ist eine gute Idee.

Haltung und Pflege: unkompliziert, mit Blick auf die Krallen

Das dichte Fell ist pflegeleicht. Bei Kurzhaar reicht einmal pro Woche Bürsten, bei Halblanghaar zweimal. Wichtiger sind die Pfoten: Bei Extrazehen wachsen manche Krallen nicht richtig ab und können in die Ballen einwachsen. Kontrolliere sie alle zwei Wochen und lass sie bei Bedarf kürzen.

Pixiebobs sind kräftig und kletterfreudig. Ein stabiler Kratzbaum und Aussichtsplätze sind wichtig. Freigang ist möglich, ein gesicherter Garten oder Balkon ist aber die sicherere Wahl, besonders in der Stadt. In Österreich müssen Freigänger kastriert sein, sofern es keine gemeldeten Zuchttiere sind.

Gesundheit: robust, aber kleiner Genpool

Insgesamt gilt die Pixiebob als robust. Weil die Rasse klein ist, gibt es aber wenig gesicherte Daten. Berichtet werden unter anderem Kryptorchismus (ein oder beide Hoden steigen nicht ab) und Herzerkrankungen wie HCM, weshalb ein Herzultraschall der Zuchttiere sinnvoll ist.

Polydaktylie ist meist harmlos, kann aber bei ungünstig gestellten Zehen zu Krallenproblemen führen. Der kurze Schwanz sollte gut beweglich sein. Lass dir vom Züchter zeigen, wie er seine Tiere untersucht, und frag nach den Eltern.

  • Herzultraschall der Elterntiere
  • bei Katern: Hoden beim Kitten-Check prüfen lassen
  • Extrazehen und Krallen regelmäßig kontrollieren

Für wen ist die Pixiebob geeignet?

Die Pixiebob passt zu Familien und Menschen, die eine große, gelassene und sehr anhängliche Katze mit wildem Aussehen suchen und bereit sind, auf einen Züchter zu warten, oft auch im Ausland. Wer Geschirrspaziergänge und Apportierspiele mag, wird mit ihr glücklich.

Nicht geeignet ist sie, wenn du eine schnell verfügbare Katze willst, viel unterwegs bist oder dir eine echte Wildkatze wünschst. Die gibt es in der Pixiebob nicht, und das ist auch gut so.

Häufige Fragen

Ist die Pixiebob ein Luchs-Mischling?

Nein. Auch wenn die Rasse aus der Legende von Rotluchs-Hybriden entstand, haben Gentests kein Wildtier-Erbgut nachgewiesen. Die Pixiebob ist eine reine Hauskatze.

Warum haben Pixiebobs mehr Zehen?

Polydaktylie ist eine erbliche Laune der Natur, die bei der Pixiebob im Standard erlaubt ist. Meist stört sie die Katze nicht. Achte aber auf die Krallen der Extrazehen, weil sie leichter einwachsen.

Gibt es Pixiebob-Züchter in Österreich?

Die Rasse ist im deutschsprachigen Raum sehr selten. Oft muss man länger warten oder bei Züchtern in Nachbarländern anfragen. Achte auch dort auf Gesundheitsnachweise, Stammbaum und ein Kennenlernen vor Ort.

Für Katzenleit mit Schmäh

Des, wos si dei Katz eh denkt. Als Leiberl, Hoodie oder Pulli.

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