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Somali Katze: die Langhaar-Abessinierin mit dem Fuchsschwanz

Katzenrassen · aktualisiert November 2026

Somali Katze mit rotbraunem Fell und buschigem Schwanz auf einem Kletterbrett

Die Somali ist die halblanghaarige Schwester der Abessinier: schlank, mit getickt gefärbtem Fell, buschigem Fuchsschwanz und großen Ohren. Sie ist extrem aktiv, neugierig und verspielt und braucht viel Beschäftigung. Gesundheitlich sollten Zuchttiere auf PK-Mangel und PRA getestet sein.

Herkunft: Langhaar-Kitten bei den Abessiniern

In Abessinier-Würfen tauchten immer wieder Kitten mit längerem Fell auf. Das Langhaar-Gen war vermutlich über frühe Einkreuzungen in die Abessinier-Linien gelangt. Lange galten diese Kitten als Fehlfarben und wurden still abgegeben.

Ab den 1960er-Jahren begannen Züchter in Kanada, den USA und Australien, die Langhaar-Abessinier gezielt zu züchten. Den Namen bekamen sie nach Somalia, dem Nachbarland Äthiopiens, des früheren Abessiniens.

In Europa ist die Somali seit den 1980er-Jahren anerkannt und in Österreich und Deutschland zwar nicht häufig, aber gut vertreten. Seriöse Züchter findest du über die großen Zuchtverbände.

Aussehen: wilder Look mit Fuchsschwanz

Somalis sind mittelgroß, schlank und muskulös, mit langen Beinen und ovalen Pfoten. Sie wiegen meist 3 bis 5 kg. Der Kopf ist ein gerundeter Keil, die Ohren sind groß und oft mit Pinseln versehen. Die mandelförmigen Augen sind gold oder grün und dunkel umrandet.

Das halblange Fell ist getickt: Jedes Haar trägt mehrere Farbbänder. Typisch sind Halskrause, Höschen und der buschige Schwanz, der an einen Fuchs erinnert. Das volle Fell entwickelt sich erst mit etwa eineinhalb bis zwei Jahren.

  • Ruddy (Wildfarben): warmes Rotbraun mit schwarzem Ticking
  • Sorrel: kupferrot mit zimtbraunem Ticking
  • Blue und Fawn, je nach Verband auch Silbervarianten

Charakter: Energiebündel mit Herz

Somalis sind ständig in Bewegung. Sie klettern, springen, erkunden jede Schublade und spielen bis ins hohe Alter. Gleichzeitig sind sie anhänglich und wollen bei allem mitmachen, sind aber selten typische Schoßkatzen.

Ihre Stimme ist leise. Wenn sie sich langweilen, zeigen sie es trotzdem deutlich, etwa indem sie Dinge vom Tisch schieben. Eine Somali ohne Beschäftigung ist eine Somali mit Ideen.

Haltung und Pflege: viel Bewegung, wenig Bürsten

Eine Somali braucht Platz zum Toben, viele Klettermöglichkeiten und tägliche, aktive Spielrunden. Eine zweite, ebenso aktive Katze ist fast Pflicht, wenn du tagsüber arbeitest. Ein gesicherter Balkon oder ein Gehege ist ideal, Geschirrtraining klappt bei vielen gut.

Das Fell hat wenig Unterwolle und verfilzt kaum. Ein- bis zweimal pro Woche kämmen reicht, im Fellwechsel etwas öfter. Wichtiger ist die Mundhygiene, denn Zahnfleischentzündungen sind bei Somalis und Abessiniern häufig.

  • Kletterwand, hoher Kratzbaum, Katzenlaufrad
  • Futter- und Intelligenzspiele
  • zweite aktive Katze als Spielpartner
  • Zähne regelmäßig kontrollieren lassen

Gesundheit: Gentests sind Pflicht

Die Somali teilt mit der Abessinier einige Erbkrankheiten. Bekannt ist der Pyruvatkinase-Mangel (PK-Mangel), eine erbliche Blutarmut, und eine Form der progressiven Retinaatrophie (PRA, rdAc), die zur Erblindung führt. Für beide gibt es Gentests, die bei Zuchttieren Standard sein sollten.

Außerdem kommt bei Abessinier-Linien eine erbliche Amyloidose vor, bei der sich Eiweiß vor allem in den Nieren ablagert. Dafür gibt es keinen einfachen Gentest, regelmäßige Blut- und Urinuntersuchungen helfen bei der Früherkennung. Zahnfleischprobleme sind ebenfalls häufig.

  • Gentests PK-Mangel und PRA bei beiden Elterntieren
  • jährliche Blut- und Urinkontrolle ab dem mittleren Alter
  • Zahnfleischrand regelmäßig anschauen, Rötung abklären

Für wen ist die Somali geeignet?

Die Somali passt zu aktiven Menschen und Familien, die eine verspielte, kluge und lebhafte Katze suchen und viel Zeit für Beschäftigung haben. Wer schon Erfahrung mit aktiven Rassen hat, wird sie lieben.

Nicht geeignet ist sie für ruhige Haushalte, kleine Wohnungen ohne Klettermöglichkeiten, Einzelhaltung bei Berufstätigen und alle, die sich eine Katze zum Kuscheln auf dem Sofa wünschen. Die Somali kuschelt, aber nach ihrem Zeitplan.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Somali und Abessinier?

Genetisch sind beide sehr eng verwandt. Die Somali hat halblanges Fell mit Halskrause und buschigem Schwanz, die Abessinier kurzes, eng anliegendes Fell. Im Charakter sind beide gleich aktiv und neugierig.

Haaren Somali Katzen stark?

Mäßig. Weil die Unterwolle gering ist, verfilzt das Fell selten. Im Fellwechsel verlieren sie aber spürbar Haare, dann solltest du öfter kämmen.

Kann man eine Somali allein halten?

Nur, wenn fast immer jemand zu Hause ist und viel mit ihr spielt. Für Berufstätige ist eine zweite, ebenso aktive Katze die deutlich bessere Lösung.

Für Katzenleit mit Schmäh

Des, wos si dei Katz eh denkt. Als Leiberl, Hoodie oder Pulli.

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