Katzen füttern: Wie oft, wie viel und wo der Napf am besten steht
Ernährung · aktualisiert November 2026
Erwachsene Katzen fressen am liebsten mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, mindestens zwei, besser drei bis fünf. Die richtige Menge findest du über die Fütterungsempfehlung auf der Packung als Startwert und die Waage als Kontrolle. Napf, Wasser und Katzenklo stehen dabei immer an getrennten, ruhigen Plätzen.
Wie oft am Tag sollte man eine Katze füttern?
In der Natur fängt eine Katze viele kleine Mäuse über Tag und Nacht verteilt. Ihr Magen ist auf kleine Portionen ausgelegt, und genau das solltest du nachahmen. Zwei große Mahlzeiten funktionieren bei vielen gesunden Katzen, drei bis fünf kleinere sind aber näher an ihrer Natur und beugen Schlingen und Erbrechen vor.
Wenn du tagsüber arbeitest, ist das trotzdem machbar: eine Portion in der Früh, eine nach der Arbeit, eine spät am Abend. Ein Futterautomat mit Kühlakku kann mittags eine kleine Nassfutterportion übernehmen.
- Kitten bis etwa vier Monate: vier bis fünf Mahlzeiten
- Jungkatzen bis etwa ein Jahr: drei bis vier Mahlzeiten
- erwachsene Katzen: mindestens zwei, ideal drei bis fünf
- Senioren: lieber öfter und kleiner, weil der Appetit oft nachlässt
Wie viel Futter braucht eine Katze?
Eine feste Zahl, die für alle Katzen passt, gibt es nicht. Der Bedarf hängt vom Gewicht, vom Alter, von der Aktivität und davon ab, ob die Katze kastriert ist. Eine junge Freigängerin, die stundenlang durch die Wiesen streift, braucht deutlich mehr als ein kastrierter Kater, der den Tag am Heizkörper verbringt.
Nimm die Fütterungsempfehlung auf der Packung als Startwert. Sie ist meist eher großzügig angesetzt. Wiege die Katze dann alle ein bis zwei Wochen: Nimmt sie zu, reduzierst du um etwa ein Zehntel. Nimmt sie ab, obwohl sie schlank ist, gibst du etwas mehr. Nach ein paar Wochen kennst du die Menge, bei der dein Tier stabil bleibt.
Wichtig: Die Empfehlung gilt immer für ein Futter allein. Gibst du Nass- und Trockenfutter gemischt, musst du beide Mengen anteilig kürzen. Und auch Leckerli zählen mit.
Feste Zeiten oder Futter rund um die Uhr?
Ein ständig voller Napf mit Trockenfutter ist bequem, führt aber bei vielen Wohnungskatzen zu Übergewicht. Außerdem merkst du nicht, wenn deine Katze plötzlich weniger frisst, und das ist oft das erste Zeichen einer Krankheit.
Besser sind feste Mahlzeiten mit abgewogenen Portionen. Katzen lieben Routine und gewöhnen sich schnell an einen Rhythmus. Der Nebeneffekt: Du siehst bei jeder Mahlzeit, ob deine Katze wie gewohnt frisst. Wenn sie dich um fünf Uhr früh mit der Pfote im Gesicht weckt, hilft eine Portion aus dem Futterautomaten, die kurz vorher freigegeben wird.
Der richtige Futterplatz in der Wohnung
Katzen sind beim Essen heikel, und zwar nicht nur beim Futter selbst. Sie fressen nicht gern neben dem Katzenklo, im Durchgangsbereich oder neben der lauten Waschmaschine. Ein ruhiger Platz, an dem sie mit dem Rücken zur Wand fressen und den Raum im Blick behalten kann, ist ideal.
Wasser stellen viele Katzen lieber getrennt vom Futter auf. In der Natur meiden sie Wasser in der Nähe ihrer Beute, weil es verunreinigt sein könnte. Mehrere Wasserstellen in der Wohnung oder ein Trinkbrunnen animieren zum Trinken.
- Futterplatz weit weg vom Katzenklo
- ruhiger Ort ohne Durchgangsverkehr
- Wasser an einem eigenen Platz, gern an mehreren Stellen
- flache, breite Näpfe, damit die Schnurrhaare nicht anstoßen
- Näpfe aus Keramik, Glas oder Edelstahl, täglich gespült
Mehrere Katzen füttern ohne Futterneid
Leben zwei oder mehr Katzen zusammen, frisst oft eine schneller und klaut der anderen etwas weg. Die stille Katze verliert dann Gewicht, die dominante legt zu. Gib deshalb jeder Katze ihren eigenen Napf, am besten ein paar Meter voneinander entfernt oder sogar in getrennten Räumen.
Bleib in den ersten Tagen dabei und beobachte, wer was frisst. Bekommt eine Katze Spezialfutter, etwa ein Nierendiätfutter, kann ein Futterautomat mit Chiperkennung helfen, der sich nur für die richtige Katze öffnet.
Was Katzen nicht fressen dürfen
Manche Lebensmittel, die für uns harmlos sind, können für Katzen gefährlich werden. Besonders tückisch sind Zwiebeln und Knoblauch, auch gekocht, getrocknet oder als Pulver in Saucen und Wurst. Sie schädigen die roten Blutkörperchen.
Kuhmilch ist kein Katzengetränk: Die meisten erwachsenen Katzen vertragen Milchzucker schlecht und bekommen Durchfall. Wasser ist und bleibt das beste Getränk. Hat deine Katze etwas Giftiges erwischt, ruf sofort deine Tierarztpraxis oder den Tiernotdienst an, auch wenn sie noch fit wirkt.
- Zwiebel, Knoblauch, Lauch
- Schokolade und Kakao
- Weintrauben und Rosinen
- Alkohol und Koffein
- Süßstoff Xylit in zuckerfreien Produkten
- rohes Schweinefleisch
- gewürzte Speisereste
Häufige Fragen
Darf ich meiner Katze nur einmal am Tag Futter geben?
Das ist nicht empfehlenswert. Eine einzige große Mahlzeit überfordert den kleinen Katzenmagen, und die lange Pause dazwischen begünstigt Erbrechen auf nüchternen Magen. Verteile die Tagesration lieber auf mindestens zwei, besser mehr Portionen.
Warum frisst meine Katze ihren Napf nie leer?
Viele Katzen fressen von Natur aus in kleinen Happen und kommen später wieder. Manche mögen auch keinen Napf, an dem die Schnurrhaare anstoßen. Solange sie ihr Gewicht hält und munter ist, ist das kein Grund zur Sorge.
Wie lange darf Nassfutter im Napf stehen?
Bei Zimmertemperatur höchstens ein paar Stunden, im Sommer deutlich kürzer, weil Fliegen und Keime schnell da sind. Was nach einer Mahlzeit übrig bleibt, kommt am besten weg.
Soll ich meiner Katze Futter vom Tisch geben?
Lieber nicht. Gewürze, Salz und Zutaten wie Zwiebel oder Knoblauch können schaden, und Tischbettelei wird schnell zur Gewohnheit. Ein Stück ungewürztes, gekochtes Huhn als Ausnahme ist in Ordnung.